Wir haben unseren Sohn getötet |

Ihr Sohn würde vermutlich mit Down-Syndrom geboren werden. Die Ärzte rieten zum Schwangerschaftsabbruch. Das war in der 20. Woche. Mit Absaugen allein wäre es daher nicht mehr zu "erledigen". Die werdende Mutter bekäme ein Zäpfchen verabreicht, das frühzeitig Wehen auslöst. Der kleine Mensch würde vorzeitig aus der Geborgenheit des Mutterleibs gestoßen werden, und weil sein Körper gerade mal groß genug wäre, um in einer Hand Platz zu finden, würde er die Strapazen der Geburt nicht verkraften … 

Es sollte erleichtern, dass Bluttest die Eltern schon früh über mögliche Fehlbildungen des werdenden Menschen aufklären, aber es hat Folgen, von denen ungern gesprochen wird. Hier redet ein Paar darüber, was es mit ihnen gemacht hat und wie sie das noch heute, Jahre später, die Frage beschäftigt, ob sie richtig entschieden haben.

Aus einem Feature der ZEIT: "Wer darf leben?"

Zurück