Was muss Sterbebegleitung leisten? |

Eine Umfrage unter 2600 Mitarbeitern von Altenheimen ergab, dass immer noch viele Menschen ohne Würde und unter vermeidbaren Schmerzen sterben müssen. Atemnot wird nicht ausreichend behandelt. Viele Heimbewohner würden in den letzten Stunden allein gelassen. Der Studie zufolge hält sich ein Drittel der Altenpfleger im Umgang mit dem Sterben für unzulänglich geschult. Aufgrund von Unwissenheit wird Sterbenden oft noch die vom Medizinischen Dienst geforderte "aktivierende Pflege" zuteil, man drängt ihnen Essen und Trinken auf. Patientenschützer sprechen vom "Sterben zweiter Klasse".

Zudem wollen Ärzte Leben retten, sie müssen es sogar. Deshalb ist es für viele ein Tabu, sich und ihren Patienten einzugestehen, dass sie keine Möglichkeit mehr sehen. Hinter unsinnigen Diagnosen und Therapien verberge sich oft auch eine Unfähigkeit zur Kommunikation, die Sterbenskranke "manchmal zusätzlich regelrecht traumatisiert".

Das ganze Leid in einem langen Artikel in der ZEIT vom 13. Februar 2015: "Am Ende".

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