Psychopharmaka machen krank |

Zur Zeit der ersten Psychopharmaka-Generation … vervierfachte sich die Zahl erwerbsunfähiger seelisch Kranker, bis am Ende etwa einer von 75 Amerikanern aus psychischen Gründen arbeitsunfähig war …

behauptet Robert Whitaker in seinem Interview mit Street Spirit und erklärt, wie seinen Recherchen nach Wissenschaftler von der Pharmaindustrie gekauft, Psychische Krankheiten erfunden und die Öffentlichkeit vorsätzlich getäuscht wird. Whitaker ist ein mehrfach ausgezeichneter amerikanischer Medizinjournalist, der seine Recherchen 2002 in dem Buch "Mad In America: Bad Science, Bad Medicine, and the Enduring Mistreatment of the Mentally Ill" zusammengetragen hat.

Diese Arzneien dämpfen für einen kurzen Zeitraum, vielleicht sechs Wochen, ein Zielsymptom ein klein wenig wirksamer als ein Placebo. Ein Antidepressivum lindert also die depressiven Symptome für kurze Zeit besser als ein Placebo. Langfristig gesehen jedoch verschlimmert jede dieser Psychopharmaka-Kategorien im Vergleich zu Placebos Zielsymptome wie Depressionen, Psychosen und Angstzustände. Die Folge sind eine Chronifizierung und Verschlimmerung der Zielsymptome. Bei einem großen Prozentsatz der Patienten werden sogar neue und schwerere psychiatrische Symptome durch die Medikamente selbst hervorgerufen.

Mehr über das Buch auf Wikipedia: Mad in America.

Eine Übersetzung des gesamten Interviews von Street Spirit, "Psychopharmaka - Angriff auf die Menschenwürde" findet sich auf der Homepage "Mut-zum-Andersein.de".

Zum Interview im englischen Original klicken Sie hier: Psychiatric Drugs – An Assault on the Human Condition.

Foto © "Datos Pegados ff93" by RayNata - Own work. Licensed under GFDL via Wikimedia Commons

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