Im Namen der Nächstenliebe |

"Philomena" ist nicht nur wegen der wunderbaren Judy Dench sehenswert, sondern auch, weil der Film sehr gut zeigt, was man in der Psychotherapie "Täterloyalität" nennt. Mangelnde Versorgung beim Gebähren, Verkauf des eigenen Babys, Verhinderung, dass man als Mutter den sterbenden Sohn findet, Lügen … Anstatt die Täter als solche zu benennen, nimmt die Protagonistin lieber die Schuldgefühle auf sich selbst. Sehr deutlich auch: "Vergebung" ist ein Abwehrmechanismus, um das Trauma nicht anerkennen zu müssen. Ein sehr gutes Beispiel, wie Täter-Opfer-Umkehr nachhaltig wirkt, selbst bei offensichtlichen und (inzwischen) anerkannten Verbrechen. Den Link zum Trailer gibt's hier.

Zurück