Fond Sexueller Missbrauch |

Wer nach 1949 sexuellen Missbrauch erlitten hat, kann beim Fond Sexueller Missbrauch einen Antrag auf Hilfeleistungen bis zu 10.000 Euro stellen. Dabei ist es unerheblich, ob der Missbrauch von Geistlichen, Familiemitgliedern oder anderen Menschen begangen wurde.

Der Bund hat 50 Millionen bereitgestellt, um Betroffenen die Möglichkeit zu bieten, Sachleistungen wie z.B. Therapien zu beantragen. Leistungen aus dem Fonds sind für Betroffene gegenüber den gesetzlichen Leistungen nachrangig. Das bedeutet, dass er sich nur an die Betroffenen richtet, die Leistungen nicht schon aus den bestehenden Hilfesystemen (z.B. Gesetzliche und Private Krankenversicherung, Gesetzliche und Private Unfallversicherung, Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz) gemäß ihren Bedürfnissen erhalten. Auch zivilrechtliche Ansprüche gegen die verantwortliche Organisation, die Täterin oder den Täter haben Vorrang vor den Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch, sofern sie (noch) gerichtlich durchgesetzt werden können und dies auch zumutbar ist.

Zurück