Edathy - Geschichte eines Alptraums |

Der Schutz der Kinder (...) liegt uns am Herzen wie sonst nichts auf der Welt. Mögen sie ihr Dasein fristen auf den Müllhalden unseres Reichtums, so wollen wir doch zumindest ihre Seelen retten und ihre Menschenwürde! Jugendliche, kindliche Körper, halb bekleidet oder nackt, in sexualisierten Posen! Ekelhaft! Zur Beruhigung greifen wir zu ‹Vogue›, zu ‹Elle› und zu ‹Harper’s Bazaar›. Da leben unsere magersüchtigen kleinen Prinzessinnen; im Junkie-Look gestylte minderjährige Luder, rund um die Welt gecastet und mit zwanzig vergessen.

Zitat vom Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer in der ZEIT, entnommen dem Schweizer Tagesanzeiger vom Freitag, 20. Februar 2015. Das ist die eine Doppelmoral. Die andere ist, "Täter" öffentlich hinzurichten, anstatt ihnen adäqute Hilfe zuteil werden zu lassen. Aber das kann schon deswegen nicht passieren, weil es kein Interesse gibt, die HIntergründe für diese "Neigung" auszuleuchten. Man stellt Betroffene einerseits als "krank" hin, verurteilt die dann aber. Und das soll dann die Lösung sein. 

Wenigstens hat der Schweizer Tagesanzeiger die Geschichte Edathys einmal vielschichtig aufgezeigt, anstatt ihn bloß zu verurteilen: Die verlorene Ehre des Sebastian Edathy.

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