Abhörprotokolle aus dem 2. Weltkrieg |

In von Briten und Amerikanern eigens eingerichteten Lagern wurden deutsche Kriegsgefangene aller Ränge und Waffengattungen zwischen 1940 und 1945 heimlich abgehört. Sie sprachen über militärische Geheimnisse, über ihre Sicht auf die Gegner, auf die eigene Führung und auf die Judenvernichtung. 

Die Texte zeigen damit die Kriegswahrnehmung von Soldaten, die große Teile Europas verwüsteten, und spiegeln die erlebte Innenansicht des Zweiten Weltkriegs. Zudem wird im Vergleich zu anderen Kriegen herausgearbeitet, was am Fühlen und Handeln der deutschen Soldaten spezifisch für den Nationalsozialismus war und was nicht.

Auf der Basis von 150.000 Seiten Abhörprotokollen legen die Autoren eine neue Mentalitätsgeschichte des Krieges vor. Nicht zuletzt ist es echt gut geschrieben und liest sich "leicht".

Sönke Neitzel, Harald Welzer: Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben. S.Fischer Vlg.

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